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Was hilft gegen Blähbauch? 6 Tipps bei Blähbauch Problemen

Weißt du, wie so ein Blähbauch entsteht und was du dagegen tun kannst?
In diesem Artikel erfährst du mehr.

Themen dieses Blogartikels:

Einleitung

Was hilft gegen Blähbauch?
6 Tipps bei Blähbauch Problemen

Einen Blähbauch hatte sicher jeder schon einmal. Er drückt, es ist ungemütlich, schmerzt und man fühlt sich schlicht und einfach unwohl in allem, was man trägt.

Ob nach dem Essen, früh morgens, abends, vor der Periode oder sogar dauerhaft:
Dein Blähbauch hat eine Ursache, der du auf den Grund gehen kannst. Weißt du, wie so ein Blähbauch entsteht und was du dagegen tun kannst? In diesem Artikel erfährst du mehr.

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Inhaltsverzeichnis

• Wie fühlt sich ein Blähbauch an?
• Warum bekommst du einen Blähbauch?
• Tipps gegen Blähbauch
• Alles auf einen Blick zum Thema Blähbauch

Wie fühlt sich ein Blähbauch an?

Um ganz klar festzustellen, dass es sich bei deinen Problemen um einen Blähbauch handelt, gehen wir einmal die Symptome durch:

• Dicker, mit Luft gefüllter Bauch;
könnte auch eine beginnende Schwangerschaft sein
• Blähungen
• Empfindlicher Bauch

Abzugrenzen ist ein Blähbauch von, zum Beispiel, einem geschwollenen Bauch. Hier ist der Bauch zwar auch vergrößert, aber nicht so sehr mit entweichbarer Luft gefüllt. Ein geschwollener Bauch begleitet dich meist von früh bis spät und kann über Wochen und Monate bei geringster Zufuhr von Nahrung entstehen. Aus verschiedenen Gründen, zum Beispiel einer Bakterien-Dysbiose, kann ein geschwollener Bauch hervorgerufen werden.

Auf die einzelnen Ursachen gehen wir nun weiter ein. Denn nur wenn wir wissen, was die Ursache war, können wir etwas dagegen unternehmen, nicht wahr?

Warum bekommst du einen Blähbauch?

Lebensmittel
Ein Blähbauch hat viele mögliche Ursachen. Tritt ein Blähbauch hin und wieder mal auf, dann liegt es typischerweise an der Nahrung, die du zu dir nimmst. Bestimmte Lebensmittel haben ein hohes Blähpotential, führen also eher zu einem Blähbauch als andere. Das sind Hülsenfrüchte und Bohnen, Knoblauch, Zwiebeln und scharfe Gerichte, Kohlgemüse und Rohkost. Diese Lebensmittel werden von unserem Darm nur langsam verdaut. Die Bakterien helfen mit und produzieren dabei CO2 (Kohlenstoffdioxid). So entstehen Blähungen.

Natürlich gibt es neben blähenden Lebensmitteln weitere Ursachen für einen Blähbauch.
Eine davon sind Lebensmittelunverträglichkeiten wie eine Gluten- oder Laktoseunverträglichkeit. Laktose wird in deinem Darm von einem Enzym in zwei einzelne Bestandteile gespalten. Ist das Enzym zu gering oder gar nicht vorhanden, müssen deine Darmbakterien wieder mithelfen. Diese produzieren wieder CO2 und schwupps ist der Blähbauch da.
Auch kohlensäurehaltige Getränke führen eher zu einem Blähbauch als die stille Variante.

Sport
Ein weiterer Grund für deine Probleme kann übermäßiger Sport sein, besonders “High Intensity Training” und Ausdauertraining oder auch zu wenig Bewegung. Mit dem Sport kannst du dir das folgendermaßen vorstellen: Während du, zum Beispiel, joggst, bewegen sich deine inneren Organe, "stoßen" eventuell leicht gegeneinander und können dadurch gereizt werden. Nach dem Training ist dadurch auch oftmals die Verdauung angeregt.

Wenn du merkst, dass dieses Problem öfter auftritt, vor allem nach dem Essen, dann versuche, erst nach dem Sport zu essen und stattdessen gleich in der Früh joggen zu gehen.

Darmentzündungen, Dysbiose & Verstopfungen
Bei Entzündungen des Magen-Darm-Trakts kann es ebenfalls zu Blähungen oder Schwellungen kommen. Dazu kommt oftmals Durchfall, Erschöpfung, starke Schmerzen, Übelkeit oder ähnliches. Wenn du über einen längeren Zeitraum diese Beschwerden hast, dann gehe am besten zum Arzt und kläre eventuelle Entzündungen ab.

Nicht nur Entzündungen, sondern auch Dysbiosen oder Verstopfungen führen zu Blähungen. Dysbiosen sind Abweichungen in Anzahl und/oder Verhältnis der Darmbakterien. Oft nennt man dies auch SIBO (Small Intestinal Bacterial Overgrowth). Hier wuchern Bakterien an falschen Stellen. Andere Möglichkeiten einer Dysbiose sind zu wenige Bakterien insgesamt, oder lediglich die falschen Bakterien. Manchmal werden Dysbiosen, wie das SIBO, fälschlicherweise als Reizdarmsyndrom oder gar nicht diagnostiziert.

Der Blähbauch entsteht bei obigen Problemen vor allem dadurch, dass die aufgenommene Nahrung nicht mehr richtig verdaut werden kann. Die Bakterien verarbeiten einen Teil der Nahrung und produzieren wieder CO2.

Tipps gegen deinen Blähbauch

Du suchst nach Lösungen? Wir auch. Wenn du weißt, woher deine Beschwerden kommen (und selbst wenn nicht), gibt es eine Menge Dinge, die du ausprobieren kannst. Im Folgenden haben wir 6 hilfreiche Tipps gesammelt.

#1 Blähbauch Journal
Ein Blähbauch Journal ist der erste Schritt zum Verständnis, woher dein Blähbauch kommt. Schreibe für ein paar Wochen auf, was du gegessen hast, wie dein Tagesablauf war (Stress, Sport, Schlaf) und ob beziehungsweise wie stark dein Blähbauch war. So kannst du vielleicht ein Muster erkennen.
Kam der Blähbauch nach einer bestimmten Mahlzeit oder nach dem Sport. Ist der Blähbauch vor allem dann aufgetreten, wenn du erst spät gegessen hast?

Wenn du denkst den Übeltäter gefunden zu haben, lasse dieses Lebensmittel oder diese Gewohnheit weg und überprüfe, wie sich dein Blähbauch Problem verändert.

#2 Esse abends möglichst kein frisches Gemüse mehr und achte auf Unverträglichkeiten
Frisches Gemüse ist ziemlich schwer verdaulich. Auch wenn Salat und Co. generell sehr gesund sind, kann der Konsum zu Blähungen führen. Wenn du hier sensibel bist, versuche den Salat auf mittags zu verschieben und stattdessen abends etwas Warmes zu essen.
Ebenfalls potentiell blähend sind Hülsenfrüchte, Bohnen, Erbsen und manche Zuckeraustauschstoffe. Diese Lebensmittel meidest du also am besten ebenfalls am Abend. Wenn es dir hilft, kannst du zusätzlich ein Journal führen, um zu sehen, welche Lebensmittel Blähungen verursachen.

Achte außerdem auf eventuelle Unverträglichkeiten. Bei einer bestehenden Gluten- oder Laktoseunverträglichkeit ist dein Blähbauch wahrscheinlich auf den Konsum dieser Nahrungsmittel zurückzuführen.

#3 Probiotika für deine Darmbalance
Oftmals ist dein Blähbauch auf Probleme mit den Darmbakterien zurückzuführen. Probiotika enthalten lebende, gute Darmbakterien, die dein Darmmilieu aufbauen und so die Verdauung potentiell erleichtern können. Der Name Probiotika stammt vom griechischen “pro bios” ab und bedeutet “für das Leben”.

Wir führen eine Reihe Probiotika, die einen hohen Anteil an unterschiedlichen Bakterienstämmen enthalten. So wird Vielfalt in deinem Darm gefördert.

#4 Bewegung - Geh' eine Runde spazieren
Bewegung? Kann das nicht einen Blähbauch verursachen? Ja und nein. Übermäßige Bewegung wie beim Joggen, hochintensivem Intervalltraining (HIIT), Turnen oder Ähnlichem, kann dazu führen, dass der Darm angeregt wird. Sanfte Bewegungen wie Yoga, Spaziergänge oder Dehnungsübungen wirken entspannend und können deinen Blähbauch sogar verbessern.

Weiterhin solltest du darauf achten, dass du intensives Training nicht zu spät abends machst. Zwei Stunden vorm Schlafengehen solltest du intensives Training am besten lassen.

#5 Meide Stress
Stress ist ein großer Faktor bei fast allen körperlichen Problemen. Stress kann dazu führen, dass du in Eile isst und dadurch die Nahrung nicht gut verdauen kannst. Außerdem aktiviert Stress den Sympathikus, der dafür sorgt, dass die Verdauung zurückgestellt wird. So kommt es zu Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden und Blähungen.

Achte also darauf, dass du dir Zeit beim Essen nimmst und währenddessen nichts anderes machst.

#6 Füttere deine Darmbakterien - Probier’s mit Präbiotika
Deine Bakterien ernähren sich nicht genauso wie du. Sie haben andere Anforderungen. In der Regel erfreuen sie sich besonders an Ballaststoffen, also an dem Teil, der von dir nicht gebraucht wird. Unterschiedliche Ballaststoffe sprechen dabei unterschiedliche Bakterien an. Stoffe, die deine Bakterien füttern, also als Nahrungsquelle für Wachstum und Vermehrung dienen, nennt man Präbiotika. Das Wort Präbiotikum kann man in etwa mit “Voraussetzung für das Leben” übersetzen. Sie fördern die Darmgesundheit und damit auch dein Wohlbefinden und deine Gesundheit. Denn unser Darm ist sowohl an deiner Stimmung und deiner Gehirnleistung, als auch an deinem Stoffwechsel beteiligt. Ballaststoffe fördern außerdem die Verdauung der Nahrung und können so bei Verstopfung oder Ähnlichem helfen.

Alles auf einen Blick zum Thema Blähbauch

Fassen wir nochmal schnell zusammen was ein Blähbauch ist und was du dagegen tun kannst.

Was ist ein Blähbauch?
Ein Blähbauch ist eine Ansammlung von Luft im Bauch, die Stück für Stück entweicht. Oftmals ist der Bauch vergrößert und schmerzhaft.

Welche Ursachen hat ein Blähbauch?
Dein Blähbauch kann viele Ursachen haben. Dazu zählen: • Nahrungsmittelunverträglichkeiten
• Blähende Lebensmittel
• Zu viel Sport
• Stress
• Dysbiosen der Darmbakterien (SIBO)
• Darmentzündungen

6 Tipps, um deinen Blähbauch loszuwerden:
• Blähbauch Journal
• Abends kein frisches Gemüse mehr
• Probiotika
• Moderate Bewegung
• Stress meiden
• Präbiotika

Außerdem wollen wir dir noch eins mit auf den Weg geben:
Für deinen Blähbauch musst du dich nicht schämen. Du bist nicht dicker aufgrund des Blähbauches, du bist nicht weniger sportlich oder trainiert. Du bleibst du! Zieh' dir etwas an, in dem du dich wohlfühlst und mach' es dir so gemütlich wie möglich. Es gibt keinen Grund dafür, dich in irgendwelche enge Kleidung zu stecken, sodass es möglichst nicht auffällt.
Sei' lieb zu deinem Körper.