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Antioxidantien – natürlicher Sonnenschutz?

Erfahre mehr über Antioxidantien und die Frage, wie du dich am besten natürlich vor der Sonnenstrahlung schützt. Außerdem zeigen wir dir, welche Sonnencreme du am besten verwenden solltest und wieso.

Themen dieses Blogartikels:

Einführung

Antioxidantien – natürlicher Sonnenschutz

Der Sommer ist zwar schon wieder fast vorbei. Die Sonneneinstrahlung und der Schaden, den UV-Strahlen anrichten können, sind allerdings auch im Winter nicht zu unterschätzen. Das wird spätestens dann deutlich, wenn die Sonnencreme im Gesicht beim Skifahren vergessen wird und man anschließend mit einem netten, roten Umriss der Skibrille herumläuft.

In diesem Blogartikel geht es daher um Antioxidantien und die Frage, wie du dich am besten natürlich vor der Sonnenstrahlung schützt. Außerdem zeigen wir dir, welche Sonnencreme du am besten verwenden solltest und wieso.

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Inhaltsverzeichnis

• Was sind Antioxidantien?


• Warum führt Sonnenstrahlung zu frühzeitigem Altern?


• Können Antioxidantien als natürlicher Sonnenschutz dienen?


• Schütze deine Haut mit diesen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen


• Darauf solltest du bei Sonnencremes achten

Was sind Antioxidantien?

Als Antioxidantien werden bestimmte Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet, die den Körper vor freien Radikalen schützen können. Sie neutralisieren freie Radikale innerhalb und außerhalb deiner Zellen und sind damit wichtig für die Gesundheit des Gewebes und der Zellen.

Freie Radikale sind Moleküle deiner Zellen, die aufgrund von schädlichen äußeren Einflüssen wie z. B. Umweltgiften, Zigarettenrauch oder durch UV-Strahlung der Sonne, beziehungsweise aufgrund verschiedener Stoffwechselvorgänge entstehen. Man könnte sagen, das sind Moleküle, die aufgrund des Stoffwechsels oder der Umwelt ein Elektron abgeben müssen und jetzt dringend ein neues benötigen.

In einem gewissen Maß sind freie Radikale sogar nützlich, denn sie können den Körper dabei unterstützen, Viren und Krankheitserreger zu bekämpfen und sind beispielsweise bei der Spermienreifung relevant. Allerdings greifen diese Radikale andere Moleküle deiner Zellen an und nehmen ihnen Elektronen weg, wodurch neue Radikale entstehen und die Moleküle nicht mehr funktionstüchtig sind.

Nimmt die Anzahl freier Radikale stark zu, spricht man von dem sogenannten „oxidativen Stress“. Dieser soll mitverantwortlich für die Entstehung verschiedener Krankheiten wie Arthritis, Krebserkrankungen, Arteriosklerose und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein. Außerdem soll er die Haut schneller altern lassen.

Antioxidantien können hier also hilfreich sein, indem sie diese Radikale “einfangen” und neutralisieren. So verhindern die Antioxidantien in Zitronensaft, dass sich z. B. ein Apfel oder eine Banane, wenn sie aufgeschnitten sind, braun verfärben, also oxidieren. Antioxidantien können entweder selbst durch Enzyme, Hormone und Stoffwechselprodukte vom Körper gebildet oder mit der Nahrung aufgenommen werden. Vitamine und Pflanzenstoffe stellen Antioxidantien dar.

Warum führt Sonnenstrahlung zu frühzeitigem Altern?

Sicher hast du schon gehört, dass Sonnenschutz nicht nur Sonnenbrand verhindert, sondern auch Falten vorbeugen kann. Was hat es damit auf sich?

Unsere Sonne schickt nicht nur Wärme und Licht auf die Erde, sondern auch Strahlung. Die sogenannte UV-Strahlung. Diese Strahlung hat einen Einfluss auf deine Haut und die entsprechenden Hautzellen. Hier entstehen freie Radikale innerhalb der Zellen und es kommt zu oxidativem Stress. Unterschiedliche Strahlung hat dabei unterschiedliche Effekte:

UV-A-Strahlung: Diese Strahlen dringen tief in die Haut ein und können dort dauerhafte Schäden anrichten. UV-A-Strahlen beschleunigen die Bildung zellschädigender freier Radikale. Außerdem zerstören sie Kollagenfasern des Bindegewebes, wodurch die Haut an Festigkeit verliert und es früher zu Falten kommt. Oft sind UV-A-Strahlen Schuld an Sonnenallergien. Sie können Hautkrebs auslösen und bräunen nur oberflächlich. Selbst wenn es draußen bewölkt ist, sind sie präsent. Denn auch im Herbst oder Winter dringt etwas UV-A-Strahlung zu uns durch.

UV-B-Strahlung: Anders sieht es bei UV-B-Strahlen aus. Diese dringen nur bis in die Oberhaut ein, sind aber verantwortlich für den gefürchteten Sonnenbrand. Jeder Sonnenbrand hinterlässt in der Haut bleibende Schäden, da er die Haut austrocknet und die Erbinformationen der Zelle verändert. Dies ist eine der Hauptursachen für Hautkrebs.

Unser Expertentipp zu Sonnencremes:
Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt lediglich an, in welchem Maß die Haut vor UV-B-Strahlen geschützt ist. Der Schutz vor UV-A-Strahlen muss laut gesetzlicher Vorschrift nur halb so hoch sein. Gute Produkte blockieren beide UV-Strahlen gleichmäßig, vor allem wenn es hautpflegende Sonnencremes sind, die auch als Tagescremes fürs Gesicht genutzt werden. Achte also auch auf eine Angabe des UV-A-Schutzes.

Können Antioxidantien als natürlicher Sonnenschutz dienen?

Vorweg: Ja, das können sie!

Es ist uns allen bekannt, dass Sonnencremes unsere Haut von außen vor den Strahlungen der Sonne schützen und dies auch wichtig ist. Ein bisschen weniger bekannt ist es, dass du deinen Körper zusätzlich von innen mit Hilfe von Antioxidantien schützen kannst. Antioxidantien können hierbei als natürlicher Sonnenschutz dienen, da sie die gebildeten freien Radikale wieder neutralisieren können.




Natürlich ersetzen Antioxidantien damit keine Sonnencreme. Das ist auch nicht das Ziel. Versuche doch stattdessen Antioxidantien als Weg zu sehen, wie deine Zellen gesund leben können, ohne dass die durchdringende Strahlung große Schäden anrichtet. Als langfristiger Schutz können Antioxidantien zur Zellgesundheit, unter anderem der Hautzellen, beitragen.




Woher bekommst du deine tägliche Portion Antioxidantien? Im Folgenden haben wir ein paar Tipps und Quellen von Antioxidantien, die dir bei der Integration von Antioxidantien in deinem Alltag helfen können.

Schütze deine Haut mit diesen Lebensmitteln und Inhaltsstoffen

Es gibt viele Mikronährstoffe, die antioxidatives Potenzial haben. Besonders bekannt sind hier wohl Vitamine, zum Beispiel Vitamin A, C und E. Eine andere Gruppe der Mikronährstoffe sind sogenannte Polyphenole oder auch sekundäre Pflanzenstoffe.

Das sind Stoffe, die von Pflanzen produziert werden und die für diese zwar nicht direkt überlebensnotwendig sind, aber durchaus vorteilhaft. So enthalten viele Pflanzen sekundäre Pflanzenstoffe, die die Blätter undurchlässiger für UV-Strahlung werden lassen. Dies geschieht auch bei der Pflanze mittels der antioxidativen Eigenschaften der Polyphenole.

Reich an Antioxidantien sind vor allem pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse und Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse sowie hochwertige pflanzliche Öle wie z. B. Olivenöl oder Rapsöl. So enthalten etwa Äpfel, Blaubeeren, Brokkoli, Hirse, Karotten, Tomaten, Paprika und Zitrusfrüchte besonders viele Antioxidantien. Aber auch reines Kakaopulver ist ein antioxidatives Lebensmittel.

Polyphenole im Detail:
Flavonoide sind neben Phenolsäuren eine Untergruppe der Polyphenole und zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen. Sie befinden sich in Obst, Gemüse und Getreide und haben eine antioxidative Wirkung. Ebenso sind Carotinoide sekundäre Pflanzenstoffe, die der Körper in Vitamin A umwandelt. Sie kommen in fast allen Obst- und Gemüsesorten vor und sind wichtige Radikalfänger. Auch spielen die Spurenelemente Zink, Selen, Kupfer und Mangan eine Rolle bei der Abwehr von freien Radikalen. Spurenelemente wie Selen, Eisen und Zink wirken erst dann antioxidativ, wenn sie als Bestandteile von Enzymen agieren können.




Wie du siehst, stecken Antioxidantien in vielen unserer Lebensmittel. Es heißt nicht umsonst, man solle alle Farben des Regenbogens essen. Die Farben des Obsts und Gemüses stehen nämlich für die unterschiedlichen enthaltenen Polyphenole. Versuche also, möglichst vielfältig zu essen und alle Farben zu integrieren.

Um dir noch ein paar Tipps an die Hand zu geben, haben wir außerdem eine kleine Aufzählung mit wichtigen Antioxidantien und ihren Quellen:

Vitamin C ist wichtig, wenn es um die Förderung des hauteigenen Sonnenschutzes geht. Vitamin C wird eine antioxidative Wirkung nachgesagt und es ist unter anderem in Zitrusfrüchten wie Zitronen, Orangen, Grapefruits aber auch in Paprika, Kartoffeln und Fenchel enthalten. Man findet es außerdem auch in Erdbeeren, Kirschen und in Sanddorn. Vitamin C fördert auch das Immunsystem und ist ein hilfreicher Begleiter im Energiestoffwechsel.

Glutathion ist eines der stärksten körpereigenen Antioxidantien und setzt sich aus 3 Aminosäuren zusammen – L-Cystein, Glycin und L-Glutamat. Dabei ist L-Cystein besonders wichtig und der Grund, weshalb Glutathion antioxidativ wirken kann. Besonders reich an L-Cystein sind Fisch, Fleisch, Linsen, Sojabohnen, Nüsse und manche Pilze.

B-Vitamine, besonders Vitamin B2 (Riboflavin) ist wichtig für den Energiestoffwechsel und trägt dazu bei, den oxidativen Stress zu reduzieren. Quellen sind Milchprodukte, Eier, Soja, Fisch, Vollkornprodukte, Nüsse, Pilze, Hülsenfrüchte, Brokkoli, Grünkohl und Spinat.

Vitamin E ist eines der wenigen fettlöslichen Antioxidantien. Dies ist besonders wichtig, wenn es um die Überwindung von Zellmembranen geht, die größtenteils fettlöslich sind. Vitamin E ist hauptsächlich pflanzlicher Herkunft und findet sich in pflanzlichen Kernen, Nüssen und Ölen sowie in Paprika, Eiern und Vollkornprodukten.

Selen und Zink sind zwei Mineralstoffe, die besonders im Kontext Immunsystem wichtig sind. Hier unterstützen sie unter anderem als Antioxidantien. Während Selen primär in Fleisch, Fisch und Eiern sowie in Pilzen, Kohl- und Zwiebelgemüse, Linsen, Spargel und Nüssen vorkommt, findest du Zink in Fleisch, Eiern, Milchprodukten sowie in Getreide, besonders in Vollkornprodukten.

Unser Fazit:
Antioxidantien stellen einen guten zusätzlichen Schutz dar, um die Zellen auch von innen vor den Folgen der Sonne zu bewahren. Ohne Sonnenschutz solltest du trotzdem nicht aus dem Haus gehen. Damit dir auch die Wahl der Sonnencreme leichter fällt, haben wir gleich noch ein paar wichtige Punkte, auf die du achten solltest:

Darauf solltest du bei Sonnencremes achten

1. Die Sonnencreme sollte – gerade bei einer Tagescreme – angeben, wie hoch der UV-A-Schutz ist. Der normale Lichtschutzfaktor (LSF) gilt für den UV-B-Schutz.
2. Achte auf die Verwendung von hochwertigen Ölen wie Sheabutter oder Jojobaöl, sodass die Creme deine Haut pflegt, nicht stattdessen austrocknet.
3. Meide Sonnencremes mit Inhaltsstoffen wie Oxybenzon. Diese schaden den Meerestieren und Korallenriffen.
4. Eine gute Sonnencreme ist frei von Mikroplastik, Parabenen und Silikonen.

Kennst du mineralische Sonnencremes?
Diese verzichten im Gegensatz zu herkömmlicher Sonnencreme auf unerwünschte Chemie.
Die Cremes wirken mittels Titandioxid und Zinkoxid, den beiden mineralischen Mikropartikeln, die die UV-Strahlung wie kleine Filter reflektieren und die Haut vor Sonneneinstrahlung abschirmen. Die mineralischen Mikropartikel legen sich in Form von weißen Farbpigmenten auf die Haut, dringen aber nicht in sie hinein. Mineralische Sonnencremes wirken also oberflächlich und physikalisch, sie lassen die UV-Strahlen sozusagen an der Haut abprallen.

Achte bei mineralischer Sonnencreme auf eine Bio-Qualität und auf die Angabe, dass keine Nanopartikel eingesetzt werden. Diese werden nämlich manchmal eingesetzt, um die Creme feiner zu machen.

Jetzt hast du einen Leitfaden, um dich vor der täglichen Sonneneinstrahlung zu schützen und so pathologischen Veränderungen wie Hautkrebs, aber auch vorzeitigen Alterserscheinungen vorzubeugen.

Also viel Spaß in der Sonne – gut geschützt natürlich!